Krankheiten bei unseren Hunden und Katzen


Grundsätzlich möchte ich an dieser Stelle einmal meine Erfahrungen der bisher bei mir aufgetauchten Krankheiten schildern und somit auch meine persönlichen Eindrücke und Ansätze zur Heilung und Lösung von Krankheitsproblematiken darlegen. Speziell möchte ich auf verschiedene Krankheitsbilder eingehen und damit praktikable Lösungsansätze schaffen, die auch außerhalb der Schulmedizin und deren Grenzen liegen. Viele bei der Sendung „Menschen, Tiere und Doktoren“ auf VOX ausgestrahlten Berichte sind meiner Meinung nach auf schulmedizinische Ansätze bezogen nicht verkehrt, zeigen aber nicht die darauf folgenden Auswirkungen der entsprechenden Behandlungen und die Lebenserwartung der einzelnen dort gezeigten Tiere.

Inhaltsverzeichnis

 


Tumore

Oftmals wird in verschiedenen Fernseh-Berichten gezeigt, wie irgendwelche Tumore bei Hunden, Katzen oder anderen Tieren entfernt werden. Grundsätzlich bin ich auch dafür, bestimmte Tumore bei unseren Haustieren entfernen zu lassen, allerdings muss ich aus meiner seit 1983 bestehenden Hunde-Erfahrung feststellen, dass viele Berichte zwar das erfolgreiche Entfernen der Geschwüre zeigen, was sicherlich für die Leistung bestimmter Mediziner spricht, der Zuschauer aber nicht erfährt, ob und wie lange der Hund mit der Operation tatsächlich noch schmerzfrei lebt und somit den reellen Sinn einer Operation nicht erfährt.

Milchleistentumore

Ich hatte im Laufe meines Hundehalterlebens bereits viele Hunde mit Tumoren.
Meine erste Hündin, eine Schäferhündin, hatte im Alter von 10 Jahren Milchleistentumore. In der Tierklinik riet man mir, die komplette Milchleiste zu entfernen, dem ich dann auch zustimmte. Problematisch war nur der Heilungsprozess und dass ein paar Wochen später die Hündin viele Tochterschwüre in der Lunge und den anderen Organen hatte. Dies hatte zur Folge, dass die OP zwar gut verlief, aber die Hündin 3 Wochen nach der Operation Lungentumore aufwies, die sehr schnell wuchsen und ich mich innerhalb kürzester Zeit dazu entschließen musste, die Hündin einschläfern zu lassen.

Mittlerweile habe ich viele weitere Hündinnen besessen und auch momentan noch einige bei mir, die auch bereits Geschwüre an der Milchleiste haben. Durch meine Erfahrungen mit meiner ersten Hündin beschloss ich, die Milchleistentumore bei meinen folgen Hunden nicht mehr operieren zu lassen. Und das war meines Erachtens auch gut so, da diese Art der Tumore meist erst im Alter auftauchen und die Hündinnen damit eigentlich schmerzfrei und gut leben können. Ich habe bereits Hündinnen erlebt, die solche Tumore entwickelt haben und die ich nicht entfernen ließ, die damit gut 13 Jahre alt wurden und keine Schmerzen oder Beeinträchtigungen dadurch hatten. Und manche davon leben heute noch. Denn meist verkapseln sich diese Tumore, ein Abwehrmechanismus des Körpers, so dass diese Tumore zwar da sind, die Hunde damit aber wunderbar alt werden können…

Blasentumore

Bei einer anderen Hündin hatte ich das traurige Schicksal, dass diese mit 8 Monaten einen Blasentumor entwickelte, der dich genau am Schließmuskel der Blase befand. Äußerlich nicht zu erkennen, erst wenn der Hund einen ständigen Harndrang hat, doch dann ist es fast immer schon zu spät, das sich der Tumor schon auf eine solche Größe ausgedehnt hat, dass die Blase kaum noch Fassungsvermögen hat. Grundsätzlich ist zu Blasentumoren zu sagen, dass diese fast ausschließlich bösartig sind, was auf dem säurehaltigen Milieu der Blase beruht. In meinem Fall gab es zwar die Möglichkeit, diesen Tumor am Schließmuskel entfernen zu lassen, allerdings hätte dazu auch der Schließmuskel selbst entfernt werden müssen und die Hündin den Rest ihres Lebens einen Nierenkatheter hätte tragen müssen, was ein enormes Infektionsrisiko darstellt, da ein solcher Katheter im Prinzip eine permanent „offene Wunde“ darstellt, und sämtliche Keime, Viren und Bakterien ungehindert in den Körper des Hundes eindringen können. Und ein am Hund außen getragener Urinbeutel stellt eine enorme Behinderung und ein Verletzungsrisiko dar. Der Hund hätte sein ganzes Leben lang einen „Trichter“ tragen müssen, dass er nicht an die Wunde und auch nicht an den Beutel kommt, diesen nicht zerstören oder selbst hätte entfernen können.

Da auch die Chancen auf eine vollständige Heilung trotz dieser „Maßnahmen“ und das Risiko einer erneuten Tumorbildung äußerst wahrscheinlich war, hatte der Hund keine Überlebenschance.

Prostatatumore

Ein weiteres Tumorgeschehen, der Prostatakrebs, ist eigentlich recht schwer zu definieren und kann frühzeitig erkannt noch durch eine Operation (Kastration) behoben werden, allerdings ist ein zu spätes Erkennen auch das Todesurteil für den Rüden. Prostatakrebs äußert sich Pressen und Schmerzen beim Kotabsatz, das der Kot durch den Darm über die Prostata gedrückt werden muss, die unterhalb des Darms liegt. Ähnlich wie die Anstrengung beim Erklimmen eines Berges auf der einen Seite, damit man nachher einen leichten Abstieg hat. Durch die vergrößerte Prostata hat der Darm einen schmäleren Durchgang für den Kotabsatz und muss somit verstärkt durch den Hund herausgepresst werden.

Ich habe daher alle Rüden, mit denen ich nicht mehr züchten möchte relativ früh kastrieren lassen. Prostatakrebs kann speziell bei der Haltung verschiedener unkastrierter Geschlechter entstehen, da die Rüden die Läufigkeiten der Hündinnen zwar extrem mitbekommen, aber nicht decken dürfen, der Hormonspiegel extrem steigt aber nicht durch einen Deckakt abgebaut werden kann.

Lungentumore

Eine weitere unheilbare Krankheit, die Lungentumore. Ich hatte auch bereits eine Hündin mit einem Lungentumor, den ich aufgrund meiner schlechten Erfahrungen mit dem Entfernen von Tumoren ebenfalls nicht operieren ließ. Die Hündin habe ich im Alter von 10 Jahren wieder zurückbekommen und sie lebte mit diesem Tumor noch weitere 2 ½ Jahre, bis es leider nicht mehr vermeidbar war sie zu erlösen, da ich nicht wollte, dass sie mir auf einmal in der Nacht vielleicht erstickt.

Grundsätzlich sind Lungentumore nicht operativ behandelbar, da die Lunge nicht genäht werden kann und wie eine Seidenstrumpfhose reißt. Es ist schwer, speziell bei einem Lungentumor nicht zu früh den Hund erlösen zu wollen, weil man nicht weiß, wie lange dem Hund tatsächlich noch bleibt, da Lungentumore in der Regel relativ schnell wachsen. Ich hatte Glück, dass der Tumor nicht so schnell wuchs. Man sollte sich also auf den Hund einstellen, ihn beobachten und auf deutliche Signale seines Hunde achten. Unsere Tiere zeigen uns, wann der Zeitpunkt gekommen ist.

Wirbelsäulentumore

Eine andere Hündin, die ich in 2007 mit Skoliosen, einem seltenen Wirbelsäulentumor,  wieder zurückgenommen hatte, und den ich ebenfalls aufgrund der Nähe der Wirbelsäule und der damit verbundenen Gefahren nicht operieren ließ, lebt heute, 4 Jahre später immer noch damit, hat keine Schmerzen im Kreuz, geht spazieren und zieht wie alle anderen Hunde auch ihre Runden.

Fibrosarkome

Bei dem Kater Strolchi meiner Tochter Michelle, die für einige Zeit bei ihrem Vater lebte, entwickelte sich auf dem Rücken oberhalb der Schulterblätter ein Fibrosarkom, ein extrem bösartiger Tumor. Meine Tochter ließ den Tumor entfernen, und ca. 8 Monate nach der Operation, meine Tochter war wieder bei mir zu Hause, mussten wir den Kater einschläfern lassen, da das Fibrosarkom wieder erneut zu wachsen begann und innerhalb von 4 Monaten so groß wie ein Tennisball wurde, extrem hart war und dem Kater auch Bewegungsschmerzen verursachte. Hätte meine Tochter, angetrieben von meinem dummen Exmann, das Fibrosarkom nicht entfernen lassen, könnte der Kater vielleicht heute noch damit leben…

Mein Fazit zu Tumoren

Es ist immer ein schwieriger Grad zwischen der Entscheidung zur Operation oder der Nicht-Operation. Wenn ein Tierarzt nach einem bösartigen Tumor nicht eine Chemo-Behandlung wie beim Menschen einsetzt, ist es nur ein kurzfristiges Entfernen, auch wenn der Tierarzt weitläufig schneidet, da die Tumore meist schon in andere Organe gestreut haben oder erst durch den Eingriff selbst, das Verletzen der Gefäße die den Tumor versorgen, anfangen die Tumorzellen über den Blutkreislauf im Körper zu verteilen, auch wenn dies noch nicht auf weiteren Röntgen- oder Ultraschallbildern ersichtlich sein sollte. Mein Sohn hatte im Alter von 9 Jahren ein Non-Hodgkin-Lymphom, das auch nur aufgrund einer Operation und anschließender Chemotherapie erfolgreich besiegt werden konnte. Ohne Chemo-Therapie ist die Entfernung eines Tumors meines Erachtens nach eine meist aussichtslose Angelegenheit und bringt dem Tierarzt zwar Umsatz, aber dem Tier und dem Tierhalter nicht das, was eine Operation und Entfernung eines Tumors eigentlich bezwecken soll, ein schmerzfreies langes Leben….

Fettgeschwüre

treten meist bei älteren Tieren auf (im Alter von 8-10 Jahren), die teilweise auch genetisch und rassespezifisch veranlagt sind. Meist treten diese punktuellen Ansammlungen von Fettmassen aufgrund falscher Fütterung (Abfallfütterung) auf, wenn das Tier „Nahrungsmittel“ zu sich nimmt, die nicht seiner ursprünglichen Fütterungsweise entsprechen und nicht für den Organismus des Tieres geeignet ist, da unsere Tiere Fette und Zucker nicht abbauen können und sich dies dann im Bindegewebe des Tieres ansammelt. Oft wachsen diese Geschwüre relativ schnell, hören aber nach einer gewissen Wachstumsphase von alleine auf, sich zu vergrößern. Wir haben selbst einen Mischling, der beim Vorbesitzer falsch gefüttert wurde und nun im Alter ein Fettgeschwür am hinteren Oberschenkel entwickelte. Das Geschwür wurde nach einiger Zeit nun vom Körper „verkapselt“ und wächst nicht mehr weiter. Auch hier bin ich der Meinung, dass eine Operation zur Entfernung dieses Fettgeschwürs nicht notwendig ist, da der Hund bei seinen täglichen Bewegungsabläufen nicht beeinträchtigt ist. Die Fettgeschwulst ist nun seit ca. 2 Jahren an der gleichen Stelle und der Hund hat damit keinerlei Probleme.

Bei einer Entfernung einer solchen Geschwulst ist immer auch zu bedenken, dass diese sich fest an anderes bestehendes Gewebe oder Muskeln „klammert“ und bei einer Operation auch entsprechend mehr oder weniger z. B. Muskelgewebe entfernt werden muss, was den Bewegungsapparat des Hundes mehr beeinträchtigen könnte als wenn er mit der „Beule“ am Bein weiterlebt.

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Herzkrankheiten

Hochgradige dilative Kardiomyopathie

Bei meinen beiden Irishen Wölfen hatte ich, obwohl aus 2 unterschiedlichen Linien, die gleiche Diagnose.

Bei dieser Krankheit besteht eine sogenannte „absolute Arrythmie“. Hierbei handelt es sich um eine Reizleitungsstörung aufgrund der erheblich vergößerten Vorhöfe, die dazu führt, dass die Vorhöfe flimmern, ohne im Gleichtakt mit dem Herzkammerrhythmus zu arbeiten. Dies führt dazu, dass sich in der Lunge stauungsbedingt eine enorme Menge an Wasser ansammelt, was zu einer erheblichen Erstickungsgefahr für das Tier führt. Aufgrund dieser schlechten Prognose und der unrealistischen Option, mit Wassertabletten die Flüssigkeitsstauung im Brustkorb dauerhaft und wirksam zu mindern sowie der sehr erhöhten Erstickungsgefahr mussten beide Tiere leider im Alter von 5 ½ Jahren eingeschläfert werden.

Da mich dies in beiden Fällen sehr traurig und stellenweise auch sehr wütend machte, dass die Irishen Wolfshunde aufgrund ihres viel zu kleinen Herzens sehr oft an dieser Herz-Krankheit erkranken und dazu noch die HD-Problematik bei diesen großen Hunden ebenfalls sehr ausgeprägt ist, hatte ich mich entschlossen, von dieser Rasse Abstand zu nehmen und mir eine Hunderasse zu suchen, die möglichst frei von rassespezifischen Erkrankungen ist.

 

Weitere Herzerkrankungs-Beschreibungen folgen…

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